Gemeinnützige Körperschaften im Visier der Medien

In letzter Zeit greiffen die Medien scheinbare Unregelmäßigkeiten von gemeinnützigen Organisationen verstärkt auf.  So wurde in der Berliner Zeitung ausgiebig über die „Maserati-Affäre“ der Treberhilfe gGmbH Berlin informiert,  was der Wochenzeitung „Die Zeit“  damals sogar drei Seiten wert war (Die Zeit Nr. 27 / 2010„Der König der unteren Zehntausend“).  Auch das ARD-Magazin   Kontraste berichtete über die Treberhilfe .  Die Treberhilfe ist immmer noch gemeinnützig und das Verfahren gegenüber den ehemaligen Geschäftsführer und Gründer der  Treberhilfe gGmbH wegen Untreue wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt.  Das ARD-Magazin „Fact“  berichtete in einer Sendung vom 25.10.2010 über die Sozialkaufhäuser des Vereines „Die   Teller Gottes“ e.V. in Berlin- Neuköln  mit etlichen falschen Information zum Steuerrecht.   Neben sicherlich manchen fraglichen   Geschäftsgebaren wird  in den Medien die   These vertreten, dass gemeinnützige   Einrichtungen und Organisationen  in Deutschland nicht oder nur selten kontrolliert werden. So meint ein   Gründer der Charity Watch im Magazin „FAKT “ tatsächlich, das ein Verein nicht   verpflichtet wäre, „irgendwelche Zahlen   offen zu legen“ und im Vereinswesen es Menschen mit betrügerischen Absichten  sehr leicht gemacht wird.  Wissen diese Menschen eigentlich wovon sie reden? Schon die Anzahl der stetig steigenden Betriebsprüfungen der Finanzverwaltung bei unseren gemeinnützigen Mandanten oder die  teilweise nervenzehrenden Anforderungen  der öffentlichen Hand  als Zuwendungsgeber  bei der Abrechnung der Verwendungsnachweise belegen das Gegenteil.Ich halte diesen Trend in der Medienlandschaft als sehr gefährliche „Gleichmacherei“, die die überwiegend gute und für unsere Gesellschaft außerordentliche wichtige Arbeit der NPO’s in ein falsches Licht rückt.Also bitte liebe Journalisten, hier mehr Gründlichkeit bei der Recherche walten lassen.

Und es ist übrigens ein Trugschluß, dass gemeinnützige Körperschaften keinen Gewinn machen dürfen, entscheidend ist wie sie die erwirtschafteten Mittel einsetzen, zum Beipiel zur Kompensation der stetig sinkenden Zuschüsse der öffentlichen Hand!

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